Reifende PaprikaschotenEigentlich sollten es Chili-Pepper werden, nun sinds Bratpaprika (Pimientos). Statt ins Tomatensugo werfen wir unsere Paprika daher mit grobem Meersalz aus der Mühle und Olivenöl auf den Grill. Für den erfolgreichen Anbau macht der Schärfegrad jedoch keinen Unterschied. Schließlich bleibt alles in der Familie Capsicum.

Vorkultur

Junge Paprikapflanzen im Topf.

Bevor die Paprika auf den Gemüseacker dürfen, nehmen sie Anfang Mai schon mal ein Sonnenbad.

Die ab Februar auf dem Fenstersims vorgezogenen Paprikapflänzchen habe ich im Frühjahr von Nachbarin Jutta bekommen. Die Samen dafür hat sie aus im Vorjahr angebauten Chilis gewonnen. Und diese Chilis kamen aus der Hölle, so scharf waren die. Die Samen aus den Schoten hat Jutta ein paar Tage getrocknet und bis zu Aussat in einem Döschen aufbewahrt.

Paprika im Gartenbeet

Der weitere Anbau war einfach. Regelmäßige Wassergaben sind ein absolutes Muss. Außerdem Sonne, Sonne, Sonne! Denn Paprika sind wärmeliebend und sonnenhungrig. Das Auspflanzen in den Garten darf erst erfolgen, wenn kein Frost mehr droht. Bei mir wars Mitte Mai so weit. Als Newbees im Beet schätzen Chlis und Co. eine Stütze sowie eine Kompostgabe zum Start.

Paprikapflanze im Beet.

Sonne vom Morgen bis zum Abend. Beste Anbaubedingungen für die wärmeliebende Paprika.

Sonst gabs nichts zu beachten oder zu tun. Keine Kämpfe mit Schecken, Läusen oder sonstigen Schädlingen. Klar, die Hitzewelle im Sommer war natürlich perfekt für meine Pflanzengäste aus dem Süden.

Besonders schön ist eine Pflanze gewachsen, die ich neben Strauchtagetes, Ringelblume, Wildem Majoran und Ewigem Kohl platziert habe. Sowie eine weitere Pflanze neben Petersilie und Brennessel. Weitere Empfehlungen für eine erfolgreiche Mischkultur sind Senf, Bohnen, Knoblauch und Salat.

Schlecht dagegen sind alle Nachtschattengewächse. Also weder Tomaten noch Physalis oder Goji-Beeren sind als Nachbarinnen erwünscht! Auch Kartoffeln sollten nur mit Abstand gepflanzt werden.

Chilis und Gemüsepaprika ernten

Geernetet wird frühestens beim Übergang von Grün zu Gelb oder auch Rot. Grüne Paprika sind zwar unreif und weniger vitaminreich, für Grill- oder Bratpaprika jedoch bestens geeignet. Der Vorteil: je früher man erntet, desto mehr Energie hat die Pflanze für die Bildung weiterer Schoten. Lässt man die grünen Schoten hängen, verfärben sie sich und werden dabei immer aromatischer. Seit Anfang September kann ich rote Paprika ernten. Die meisten knabbern wir direkt vom Stil.

Wer Glück hat, und tatsächlich scharfe Chili-Pepper ernten darf, kann diese zum Trocknen an einem warmen, luftigen Ort aufhängen.

Paprika im Mischkulturenbeet.

Wunderbare Partner in der Mischkultur: Tagetes, Bratpaprika (Pimientos) und Kohl.

3 Kommentare zu “Chili und Bratpaprika im eigenen Garten

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