Bärlauchblätter in der Vase

Frische Bärlauchblätter – am besten direkt nach der Ernte verarbeiten.

Im letzten Moment habe ich meinen Bärlauch geerntet. Er bildete schon Knospen und soll mit der Blüte bitter werden. Das wollte ich natürlich nicht riskieren und bin ihm mit der Gartenschere zu Leibe gerückt.

Dabei habe ich darauf geachtet, nur ein Blatt pro Pflanze abzuschneiden, damit diese weiterin in meinem Vorgarten wachsen und gedeihen. Nach der Blüte kann ich die Ziebeln teilen und auf weiteren Beeten ansiedeln.

Das Trendkraut Bärlauch schmeckt super, liebt Schatten, gehört zu den ausbreitungsfreudigen Wildkräutern, die keine Angst vor Konkurrenz haben, und passt perfekt zu Walderdbeeren. Er ist eine echte geschmackliche Alternative zu Knoblauch, nur dünstet man das Aroma nicht über die Haut aus. Das macht ihn für mich (neben Rosmarin) zum Kräuterliebling.

Aber nur zu meinem Bärlauchbutterrezept, d.h. eigentlich ist es kein Rezept, sondern eine Anleitung zum Improvisieren.

Bärlauchbutter

Zutaten:
Eine kleine Hand voll Bärlauchblätter (Menge siehe Foto oben)
ca. 100 g Butter
ca. 1/2 TL Curry
Salz und Pfeffer

Schneidebrett, Bärlauchblätter und Wiegemesser

Mit dem Wiegemesser ist der Bärlauch rasch gehackt.

Zuerst habe ich die Bärlauchblätter gehackt. Mein liebster Gatte, Maestro Orlando, der ein verhinderter Star der mediterranen Küche ist, erklärte mir, das mache man mit einem Wiegemesser. Während des Wiegens und Hackens habe ich die mir passend scheinende Menge Butter weich werden lassen. Anschließend habe ich den Bärlauch mit einer Gabel in die Butter gedrückt. Den betörenden Geschmack habe ich mit Currypulver sowie ein wenig Salz und Pfeffer abgerundet. Und natürlich ganz viel probiert, bis es perfekt war 😉 .

Aus der fertigen Bärlauchbutter habe ich eine Rolle geformt und diese eingefroren. Mit der Buttermenge kann ich eine kleine, feine Grillrunde erfreuen oder mir selbst bei Bedarf einzelne Portionen abzwacken, z.B. für geröstetes Bärlauchbrot oder Pellkartoffeln. Lecker!

Zutaten für die Bärlauchbutter: Bärlauch, Butter, Salz, Pfeffer - und Currypulver

Die Bärlauchbutter jetzt noch abschmecken. Auf chefkoch.de habe ich den Tipp gefunden, mit Curry zu arbeiten.

In den nächsten Jahren hoffe ich daher sehr auf reichere Ernten!

Achtung:
Für alle, die nun gleich in die Wälder stürmen, um selbst lecker Bärlauchbutter herzustellen: Bitte, bitte, bitte nicht mit Maiglöckchen verwechseln. Die Blätter sehen sehr ähnlich aus, sind aber hoch giftig. Bärlauchblätter müssen nach Lauch riechen, wenn man sie zwischen den Fingern reibt. Wegen der großen Verwechslungsgefahr kommen mir allerdings keine ins Beet.
Da die Butter nicht erhitzt wird, würde ich jedoch ohnehin auf die Ernte wilden Bärlauchs verzichten – Würmergefahr. Waschen und / oder Einfrieren bringt da nichts.

Rindersteak mit Bratkartoffeln, Bohnen und Bärlauchbutter.

Voilà: Rindersteak mit Bratkartoffeln, Bohnen und Bärlauchbutter.

 

5 Kommentare zu “Meine erste Bärlauchbutter

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