Ich war sehr still im Sommer. Aber ich kann Entwarnung geben, mein Garten wurde nicht von Hamburger Dauersommerregen überflutet, es hätte genug Themen gegeben, aber die Texte dazu konnte ich nur im Kopf verfassen, mir fehlte schlicht und ergreifend die Zeit und manchmal auch die Lust, abends noch den Computer anzuschmeißen. Nun aber, da der Sommer vorbei ist, beide Kinder im Kindergarten eingewöhnt, Mama wieder zum Kreise der Working Mums zählt und es sehr viel früher dunkel wird, auch im Kinderzimmer, habe ich mir fest vorgenommen wieder aktiver zu werden. Möge mir mein extra eingerichteter „Home Office Tag“ dabei helfen.

Herbsthimbeere

Die Herbsthimbeere, eine Köstlichkeit zum Ausklang des Gartenjahres.

Mein aktueller Status Quo: Ich warte geduldig auf den Mais, der langsam gelb wird und ernte köstliche Herbsthimbeeren – allerdings muss ich schnell sein, denn die Gartenzwerge lieben sie, der kleinere auch in grün. Der Rest des Beets ist nahezu winterfertig, dank des Einsatzes meines gartenerfahrenen Papas, der hat während meines erholsamen Betriebsausflugs auf Sylt nämlich nicht nur die Kinder gehütet, sondern sich auch um mein völlig verwahrlostes Erdbeerfeld gekümmert. Seine Frühjahrsratschläge die Senker immer schön zu beseitigen hatte ich missachtet, das Ergebnis war ein Erdbeerurwald. Ich hatte bereits vor zwei Wochen angefangen die Blätter zurückzuschneiden, den Rat einfach mit dem Rasenmäher drüber zu gehen fand ich zwar spannend, habe mich aber mit unserem Monsterspritgerät nicht recht getraut.

Die Erdbeerpflanzen wurden fein säuberlich getrennt.

Die Erdbeerpflanzen wurden fein säuberlich getrennt.

Händisch dauerte das alles sehr lange, denn überall hatten sich kreuz und quer schon neue Pflanzen gebildet. Mein Vater hat sie erfolgreich getrennt und nun sind wieder Reihen erkennbar. Die Fläche daneben hat er gleich mal umgegraben, dass wollte ich zwar nicht, liest man doch überall, dass es für die Mikroorganismen in der Erde besser wäre, wenn nicht umgegraben wird, aber vor 20 Jahren war das noch anders und ich muss zugeben, durch die umgegrabenen Schollen sieht nun richtig nach „fertig für den Winter“ aus.

Außerdem haben wir in den letzten Wochen diverse Bäume abgeholzt und umgepflanzt, um Platz für einen Spielturm zu schaffen. Wenn der Mais abgeerntet ist, folgen zwei weitere Bäume. Die freigewordene Fläche werde ich nutzen, um meinen Traum von einer Himbeer- und einer Brombeerhecke zu erfüllen. Auch sonst gibt es bereits Planungen für das nächste Gartenjahr, aber dazu demnächst mehr.

 

Ein Kommentar zu “Nachricht aus dem Off – der Erdbeerurwald

  • Ja, die Saumseligkeit mit den Absenkern ist mir auch unterlaufen. Ich lege damit nun ein neues Beet an. Schön, dass Du wieder dabei bist!

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