Heute hatten wir den neuen Katalog von Ahrens + Siebert im Briefkasten. Ich hatte mir dort vor geraumer Zeit mal Säulenbeeren bestellt und bekomme nun regelmäßig den Katalog. Dieses Mal habe ich ihn mir natürlich besonders intensiv angeschaut, muss aber gleich vorweg sagen, dass ich recht schnell etwas irritiert, wenn nicht gar schockiert war. Ich zitiere an dieser Stelle mal meinen Mann, der beim Durchblättern meinte „das ist ja das reinste Genlabor“. Johannisbeeren die nach Kirschen schmecken, schneeweiße Erdbeeren mit Ananas-Aroma…muss das wirklich sein? Im letzten Frühjahr wollte ich, wie immer, Tomaten auf dem Balkon anpflanzen.

www.lebensmittelfotos.com

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Aus Zeitgründen sollten es Setzlinge werden. Also ab auf den Wochenmarkt. Die ersten Pflanzen, die mir dort begegneten waren so genannte Alte Sorten. Diesse gediehen wunderbar, leider kam ich nicht in den Erntegenuss, da kurz nachdem die Pflanzen auf unseren Balkon gezogen sind, dieser wegen einer anstehenden Sanierung geräumt werden musste. Die Pflänzchen sind daher in den Garten meiner Schwiegereltern gezogen und die berichteten, dass sie ganz wunderbar geschmeckt hätten. Im Katalog suche ich vergebens nach solchen Sorten, dafür springt mir die Tomatoffel in die Augen. Toma-Was? Unten Kartoffel, oben Tomate, für alle mit wenig Platz. Eigentlich wäre ich also die Tomatoffel-Zielgruppe. Also genauer hingeschaut:

Woher stammt die Tomatoffel?

Die Tomatoffel wurde in Großbritannien gezüchtet und wurde dort „TomTato“ getauft. Bei der Entstehung war mitnichten Gentechnik im Spiel, sondern eine uralte Gärtnertechnik: das Propfen. Das dient der Vermehrung und der Veredelung von Pflanzen. Dabei wir ein angespitzter Zweig einer anderen Pflanze in den ab- und eingeschnittenen Stamm einer Jungpflanze gesteckt. In der Regel handelt es sich um Pflanzen einer Gattung, Rosen zum Beispiel oder verwandtschaftlich nahestehende Obstarten. Das Propfen von Tomaten und Kartoffeln ist möglich, da beide Pflanzen zu den Nachtschattengewächsen gehören und eng miteinandner verwandt sind. Dennoch war die Züchtung nicht ganz so einfach und hat drei Jahre in Anspruch genommen. 14,95 Euro soll eine Pflanze bei Ahrens + Siebert kosten. Vielleicht im nächsten Jahr, 2015 bleibe ich bei den alten Sorten und weil der hiesige Wochenmarkt nach dem Umzug ganz schön weit weg ist, habe ich eine Online-Alternative gefunden: www.irinas-tomaten.de versendet nicht nur Samen, sondern auch Jungpflanzen.

Quellen:

http://www.n24.de/n24/Wissen/Mensch-Natur/d/3581904/die–tomatoffel–ist-da-.html

Ein Kommentar zu “Tomatoffel – muss das wirklich sein?

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