Wie ihr seht, ist seit meinem letzten Beitrag ein ganzer Monat vergangen. Die Tage wurden kürzer und die Nächte kälter. Zum Umgraben haben wir es nicht mehr geschafft, denn unsere freien Stunden verbringen wir gerade beim Tapete abreißen und in Küchenstudios (irgendwo soll das geerntete Gemüse ja auch verbraten werden). Aber was nun? Muss ich mein Gartenprojekt nun um ein ganzes Jahr verschieben? Laut meiner Recherche gibt es Hoffnung.

Denn viele Hobbygärtner sind der Meinung Umgraben sei gar nicht mehr so unabdingbar, wie es jahrelang propagiert wurde. Manche gehen sogar soweit zu behaupten, Umgraben sei für den Boden schädlich, da der Mikrokosmos des Bodens durch das Umgraben ins Ungleichgewicht gebracht wird. In so einem Boden gehts demnach hoch her, Billionen von Kleinstlebewesen tummeln sich in den verschiedenen Erdschichten. Bakterien, Strahlenpilze, Regenwürmer und Einzeller sorgen dafür, dass der Boden schön nahrhaft bleibt. Nur besonders lehmhaltige Böden sollte man dennoch umgraben, denn die „Schollen“, die man beim Umgraben einfach liegen lässt, werden vom anstehenden Frost aufgebrochen und so entsteht feinkrümelige Erde, die sich schlichtweg besser verarbeiten lässt. Lehmhaltig ist unser Boden nicht, ich werde daher den Versuch wagen und erst im nächsten Frühjahr die Beete anlegen, eventuell fällt die Ernte dann eben ein weniger magerer aus. Apropos Ernte, in den nächsten Wochen werde ich hier ein paar Gemüsesorten vorstellen, die ich plane anzupflanzen.

Ein Kommentar zu “Umgraben – ja oder nein?

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