Wassermelonen anbauen  und mit Gartenvlies schützen. Die Luftballonstile vom ersten Geburtstags des zweiten Gartenzwergs dienen als Stützpfleiler.

Wassermelonen anbauen und mit Gartenvlies schützen. Die Luftballon-Stile vom ersten Geburtstags des zweiten Gartenzwergs dienen als Stützpfleiler.

Ich habe eine Wassermelone getragen. Aus meiner neuen Lieblingsgärtnerei direkt hinein in unser Auto und dabei wollte ich doch nur mal schnell noch eine Tomate kaufen, da ich es nicht mehr auf den Wochenmarkt geschafft habe. Wie das so ist, mit dem Ziel „EINE Tomate kaufen“ rein in den Laden, mit EINER Tomate, einer Himbeere, drei Wassermelonen und Samen für Kapuzinerkresse wieder raus. Den Salbei, den man laut Hinweisschild der Gärtnerei als Bodyguards gegen Schnecken um das Salatbeet pflanzen soll, habe ich nur wieder hingestellt, weil ich ihn nicht mehr tragen konnte. Dabei habe ich bisher noch gar ein Schneckenproblem…

Aber können Wassermelonen hier im hohen Norden wirklich was werden? Ein Versuch ist es wert, denn dieses Jahr gilt eh als Gartenexperimentierphase. Gartenzwerg zwei ist am Freitag ein Jahr alt geworden und hat zu diesem feierlichen Anlass nicht nur seine erste Erdbeere, sondern auch seine erste Wassermelone gegessen und für sehr lecker befunden, heute ist er sogar auf den Küchenhocker geklettert, weil er sich selbst noch ein Stück abschneiden wollte. Ein kleiner Kamikaze-Zwerg, aber das wäre ein anderes Blog-Thema…

Melonen anbauen -so wird’s gemacht

Theoretisch kann man sich Melonen aus den Kernen selbst ziehen. Dazu die Kerne einer Wassermelone herausnehmen, abwaschen und gut trocknen lassen. Die Kerne sollten circa 4 Monate vor dem geplanten Auspflanzen (frühestens Mitte Mai, also nach den Eisheiligen) in Anzuchterde in kleinen Töpfchen gesät werden. Lauwarm angießen und mit einer lichtdurchlässigen Folie abdecken. Melonen mögen es warm, deshalb sollten auch die Anzuchttöpfchen immer schön warm stehen.

Nach ca. 10 Tagen kann die Folie entfernt werden, denn dann ist der Keimling groß genug und muss regelmäßig gegossen werden. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden.

Nach circa einem Monat geht’s raus ins Beet, an einen windgeschützten, sonnigen Standort. Die Wurzeln sind sehr empfindlich, also gut aufpassen. 80 – 100 cm Abstand sollten die einzelnen Pflanzen haben. In den ersten Wochen sollten die noch zarten Pflänzchen mit einer durchsichtigen Gartenfolie abgedeckt werden. Ich habe Gartenvlies verwendet, den ich mir in Erwartung von Schnecken, die sich an meinem Salat vergehen wollen, zugelegt habe. Aber eine kurze Recherche ergab, dass sogenannte Wachstumsfolie evtl doch die bessere Wahl wäre, da muss ich morgen noch mal in den Gartenfachhandel springen. Melonen mögen übrigens warmes Regenwasser, gern am Morgen oder am Vormittag.

Die nun stetig wachsenden Melonenpflanzen kann man mithilfe einer geeigneten Rankhilfe ranken oder aber verzweigen lassen, dann wachsen sie in die Breite. Ich werde letzteres probieren, dazu muss ich nach dem 6. Pflanzenblatt den Haupttrieb kappen.

Sobald Früchte zu sehen sind, müssen diese, wie Erdbeeren, vor Feuchtigkeit geschützt werden. Empfohlen wird sie auf Styroporplatten zu stellen. Sind die Früchte reif (erkennbar an den welken Blättern und am Melonenduft) kann geerntet und im August bis September leckere Melone genossen werden.

Ein Kommentar zu “Wassermelonen – der Exot im Kleingarten

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