Wühlmausbefall: Leeres Beet, von Wühlmäusen geplündert.

Abgründe tun sich auf!

Die gute Nachricht: heute, an meinem freien Tag, werden die Wühlmauskörbe geliefert.

Die schlechte Nachricht: heute, und nicht etwa letzte Woche, als meine Knollenpflanzen noch lebten, werden die Wühlmauskörbe geliefert.

Gestern Abend beim Gießen kam der grausame Moment der Wahrheit. Beim Zupfen an den welken Topinambur-Blättern von Topi 1 hatte ich einen unten angespitzten Strunk in der Hand. Daraufhin habe ich Topi 2 ausgebuddelt. Ein paar fransige Wurzeln waren übrig, die Knollen jedoch komplett aufgefressen. Topi 3 hat das Tageslicht gar nicht erst erblickt. Müßig, da zu graben. Dasselbe beim Knollenziest. Seit ihrer Pflanzung ins Ackerbeet kümmern die Pflanzen. Ich habe dies dem Hitzeschock und den Schnecken zugeschrieben, während der eigentliche Feind unter der Erde lauerte: Wühlmäuse, konkreter Schermäuse.

Maßnahmen gegen Wühlmäuse: Katze, Greifvogelstange, Wurzelkörbe aus Plastik

Katze auf der Pirsch – Greifvogelstange auf dem benachbarten Weingut – Plastikkörbe zum Schutz von Blumenzwiebeln.

Von meinem schönen Knollenbeet sind nun nur noch die „Abwehrpflanzen“ übrig, nämlich Knoblauch und Narzissen gegen Wühlmäuse und ein paar Blümchen gegen Schnecken. Diese haben als Schutz also versagt. Vermutlich müsste ich einen lückenlosen Kranz um die bedrohten Wurzelleckerlis setzen. Mit Duftstoffen, Hundehaaren und Schallwellen fange ich daher gar nicht erst an. Erstere versagen bei Mardern, letztere bei Ameisen. Warum also Zeit vergeuden?

Ebenso wenig hilft Nachbars Katze. Die macht zwar ihr Geschäft in mein Beet, konzentriert ihren Jagdeifer jedoch aufs benachbarte Feld. Unpraktikabel für kleine Gärten sind die Tipps, eine hohe Stange für Greifvögel aufzustellen oder einen großen Steinhaufen für Mauswiesel zu errichten.

Bei Nachbarin Jutta haben sich Wühlmauskörbe bewährt. Man setzt dort alles hinein, was Wühlmäuse gern futtern. Das sind saftige Wurzeln, Rhizome, Knollen und Zwiebeln von Pflanzen wie jungen Obstbäumen, Beerensträuchern, Topinambur, Knollenziest, Kartoffeln, Kohl, Rosen, Pfingstrosen, Clematis, Tulpen, etc. … Aber auch Wildpflanzen wie Löwenzahn, Hahnenfuß und Quecke … und, oh Schreck, eine meiner Lieblingspflanzen, die Schafgarbe!

Wie gut, dass meine Wühlmauskörbe heute kommen!

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Nachtrag, 08.11.2015: Mehr von Menschen und Mäusen nun in der spannenden Fortsetzung „Feldmäuse vor der Terasse“.

2 Kommentare zu “Happs und weg! Der Appetit der Wühlmäuse

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